Das Verfahren, eine größere Glasfläche aus kleinen Stücken zusammenzusetzen, begründet sich in der Schwierigkeit, flüssiges Glas in einer größeren Fläche so abzukühlen, dass es nicht reißt. Erst mit dem Verfahren zur Herstellung von Flachglas wurde dieses Problem gelöst.
So blieb den Glasmachern des Mittelalters nur der Weg, kleine Glasscheiben zu fertigen und diese mittels H-förmiger Bleistege - sogenannter Bleiruten - zu verbinden.

Durch die Verwendung unterschiedlich gefärbter Glasstücke schuf man auf diese Weise Bildfenster, die den scheinbaren Nachteil in eine Kunstform umwandelten. Die verwendeten "Scherben" wurden vielfach mit Schwarzlot bearbeitet, um feine Konturen oder Schattenwirkungen zu erzielen.

 

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